Teil 3 – Vorbereitung und Beginn der Saison

Nachdem ich am Pokal-Triumph der Damen teilhaben durfte, passierte nur eine Woche später noch etwas Unglaubliches. Die erste Herren trat zu einem Wiederholungsspiel an und gewann dieses dann auch noch nach einem schlichtweg verrückten Spielverlauf. Das Relegationsspiel wurde erreicht und ebenfalls erfolgreich gewonnen.

Unfassbare 14 Tage verstrichen mit diesen beiden Mannschaften. Jetzt hatte ich das, was ich eigentlich gar nicht wollte. Zwei Mannschaften. Kreisligaaufsteiger mit den Herren  und Pokalsieger mit den Damen. Es stand für mich aber von diesem Moment an auch fest, dass ich die Damen weiter begleiten würde. Beide Keeperinnen zeigten eine gute Entwicklung, hatten Spaß an Training und Spiel.

Mein Plan lautete zu diesem Zeitpunkt zunächst einmal zwei Wochen zu entspannen, um dann ins Training einzusteigen.
Pustekuchen. Die beiden Keeperinnen waren so verrückt, sich nach einer knappen Woche  schon wieder zu melden. Sie erkundigten sich danach, wann es denn endlich wieder losgehen würde. Daraufhin teilte ich ihnen den geplanten Trainingsstart mit, doch sie entgegneten mir nur ein knappes: „So spät?“

Also unterbreitete ich diesen überaus motivierten Damen den Vorschlag, bereits nächste Woche wieder loszulegen. Jener grandiose Einsatz der Keeperinnen sorgte schließlich dafür, dass wir als Torhüterteam drei Wochen vor dem eigentlichen Trainingsstart bereits in die Vorbereitung einstiegen.

Montags, Mittwochs, Freitags die Herren und Dienstag und Donnerstags die Damen. Mit diesem Plan hatte ich mir einiges aufgehalst, aber ich muss gestehen, dass ich dies nie bereut habe. Das Damentraining entschädigte doch für Vieles. Es handelte sich bei diesem Haufen einfach um eine tolle Truppe und diese Herzlichkeit innerhalb der Mannschaft machte schon Spaß. Trotz allem genoss die erste Herren selbstverständlich Priorität. Selbstbewusst und guter Dinge machte ich mich an diese schwere Aufgabe. Ambitionierte Ziele setzten sich die Mädels ebenfalls. Die Stellung in der Tabelle sollte sich verbessern und erneut nach Marklohe zu fahren war natürlich insgeheim auch der Wunsch aller Beteiligten. Diverse Einheiten und ein intensive Trainingslager später ertönte dann endlich der Startschuss zur Saison. Als amtierender Kreispokalsieger sogar gleich mit einem Bezirkspokalspiel. Selbst diese Partie gegen eine höherklassige Mannschaft wurde erfolgreich bestritten und man erreichte die zweite Runde. Dort hieß es dann jedoch Endstation, aber gleichzeitig auch wieder eine gute Erfahrung mehr für die Mannschaft. Eine überragende Saison bestritten auch die Herren, sodass ich dort eine Menge Spaß hatte. Doch bereits zu Saisonbeginn fand bei mir ein Umdenken statt. Nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass die Mädels nicht nur allesamt super nett waren, sie lebten auch für ihren Sport. Einige davon mehr, als die vielen Kreisligasuperstars der Herrenmannschaften. Kurzum…mein Bild vom Frauenfußball kippte komplett in eine andere Richtung. Selbstverständlich war es im Rahmen der Heimspieltage durchaus  anstrengend zunächst in Hoyerhagen unsere Keeperin warm zu machen, um dann in einem Affenzahn das Herrenshirt überzuwerfen und ab nach Eystrup zu fahren.

Nichtsdestotrotz war es mir diesen Aufwand wert. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass meine Aufgabe bei den Damen sich zu einer wunderbaren Tätigkeit entwickelt hatte.

Nach diversen Trainingseinheiten fiel mir wieder ein, dass mal jemand zu mir gesagt hatte, dass meine Einschätzung der Keeperinnen falsch gewesen wäre. Zu diesem Zeitpunkt stellte ich fest, dass meine Einschätzung sich doch als korrekt erwiesen hatte. Selbstverständlich hätte ich dies jener gewissen Person mit Freuden und aller Deutlichkeit unter die Nase gerieben. Im Kreispokal erledigten die Mädels ihre Pflichtaufgaben, ein Gegner trat nicht an und wie aus dem nichts standen wir abermals im Halbfinale. Bis dahin gingen einige Tage ins Land und es war für jedermann deutlich zu erkennen, dass die Mannschaft eine mehr als positive Entwicklung nahm. Zur Winterpause befanden wir uns schließlich auf einem recht ansehnlichen Tabellenplatz. Im Rahmen der Weihnachtsfeier bedankten sich die Spielerinnen bei mir mit einem sehr ausgefallenen und persönlichen T-Shirt. Alles in allem war die Zeit mit den Mädels bis dorthin unheimlich rühren und geprägt von positiven Erfahrungen. Kein Herrenteam hatte dies bis zu diesem Zeitpunkt bisher geschafft.

Die Fußballkids

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