16 Monate Fußball mit Emotionen Part 2

Teil 2 Der Weg ins Finale


Einige Wochen gingen ins Land und nach diversen Trainingseinheiten mit den Damen stellte ich fest, dass ich durch Zufall eine überaus interessante Tätigkeit gefunden habe. Nicht nur machte es unendlich Spaß diese beiden Verrückten zu trainieren, auch stellte ich fest, dass sie sich enorm verbesserten und einen erstaunlichen Ehrgeiz an den Tag legten

Mittlerweile grüßte sogar die ein oder andere  Feldspielerin den alten Knolle mit einem freundlichen „Moin“. Kurzum: Es machte Spaß mit dieser Truppe.

Aber zur meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, in welcher Liga das Team zu diesem Zeitpunkt spielte. Da ich ursprünglich nur für die Herren zuständig war, bin ich einfach nicht dazu gekommen, einmal persönlich bei einem Pflichtspiel der Mädels dabei zu sein. Außerdem ist anzumerken, dass sich das Herren-Team  im Kampf um die oberen Ränge in der Tabelle befand, sodass ich dort sehr fest  eingebunden war. Die Zeit fehlte einfach, um mir ein Bild davon zu machen, ob die Keeperinnen das Gelernte auch in die Tat umzusetzen wussten. Außerdem war mein Teil der Abmachung gegenüber Eckhard ja mit dem Leiten der Trainingseinheiten erfüllt.

Aber irgendwann bekam sogar ich mit: Die stehen ja sogar recht ansehnlich in der Tabelle dar und sind außerdem im Pokalhalbfinale. Ich selbst durfte bereits mit der SG Hoya ein Pokalfinale bestreiten, daher wusste ich welch einzigartige Erfahrung dies für die Mädels darstellen würde. Leider konnte ich nicht persönlich beim Halbfinale dabei sein, doch dank der sozialen Medien entging auch mir nicht, dass die Mannschaft diese wichtige Partie tatsächlich für sich  entscheiden konnte.

Im Rahmen der darauffolgenden Trainingseinheit suchte mich sogleich Cheftrainer Eckhard auf: „Tja Knolle, beim Finale bist du aber dabei. Das findet am Pfingstmontag statt, da spielen die Herren schließlich nicht.“
Insgeheim freute ich mich natürlich für die Mannschaft, da ich aus eigener Erfahrung wusste, wie schön und emotional es sein kann vor so vielen Zuschauern in Marklohe aufzulaufen. Die Vorfreude der Mädels selbst kannte natürlich keine Grenzen mehr und die folgenden Trainingseinheiten vor dem großen Endspiel waren geprägt von einer Bombenstimmung.

Und dann kam dieser sagenumwobene Pfingstmontag, am 9. Juni 2014.  Mit einem besonderen Kribbeln im Bauch fieberten wir alle etwas nervös, aber voller Vorfreude der wohl wichtigsten Partie der Saison entgegen. Die Keeperin zeigte sich beim Warmmachen zwar  etwas nervös, aber dennoch mit einem mordsmäßigen Selbstvertrauen: „Ach Knolle, die hauen wir weg“.

Jenes Spiel hatte schließlich begonnen und am heißesten Tag des Jahres rauschte bereits in der Anfangsphase ein Schuss aus über 30 m auf das gegnerische Tor und...schlug ein! In Anbetracht der Tatsache, dass es mein erstes Spiel bei den Damen war, muss ich zugeben, dass ich sichtlich überrascht von diesem beachtlichen Schuss war.

Nur wenig später rauschte eine scharf getretene Flanke zum 2:0 für uns ins Tor. „Donnerschlag!“, dachte ich mir nur, „Da geht ja was:“
Doch das Spiel kippte und wir hatten einige Situationen zu überstehen. Was mich deutlich staunen ließ, war die bärenstarke Leistung unserer Nummer 1, welche wirklich ein Bombenspiel aufs  Parkett legte und uns somit den Pott fast im Alleingang sicherte.

Kurz vor Schluss fiel dann noch das entscheidende 3:0  und mit diesem Treffer befand sich der Pokal dann wirklich in unserem Besitz. Was dann los war? Einfach herrlich.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich in meiner fußballerischen Laufbahn bereits einiges erlebt. Aufstiege, Abstiege, Pokalsiege...

Aber ich muss gestehen: Keiner dieser Momente war auch nur ansatzweise so emotional wie dieser Pokalsieg.

Ich kann es schlecht beschreiben, aber wie die Mädels sich gefreut und gefeiert haben war schon ganz was anderes als bei einer Herrenmannschaft. Es erwärmte schlichtweg das Herz. Was folgte war noch eine kleine, aber gemütliche Feier bei Eckhard  und dann war die Saison auch  erst einmal für mich beendet.

 

Die Fußballkids

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