16 Monate Fußball mit Emotionen Part 1

Alles fing mit den ständigen Äußerungen Eckhards an, welcher mich Mal für Mal davon überzeugen wollte, bei den Damen das Torwarttraining zu übernehmen. Nachdem ich es fertig brachte, ihn für ganze vier Monate mit halbherzigen Aussagen abzuwimmeln, ließ meine persönliche Natur es irgendwann nicht mehr zu, ständig Nein zu sagen. Ich dachte: Knolle fahr da mal hin, werfe ein paar Bälle und gut ist.Dann hast einfach keine Zeit mehr und es ist gut, wenigstens warst du mal da. Ich hielt dies für einen guten Plan.

Eckhard bekam seine feste Zusage und ich machte mich entspannt auf den Weg zum Training, mit der Frage im Kopf, was mich wohl erwarten würde. Rasch umgezogen und rauf auf den Platz. Da standen sie nun, die Damenmannschaft und es war wie ich befürchtet hatte. Ein schnatternder Haufen. Ich dachte nur: Oh Gott… was ist das hier?

Dann kam der Chef-Trainer, welcher eine kurze Ansage tätigte, und im Handumdrehen herrschte Ruhe. Wenig später durfte ich sie dann auch kennenlernen. Gleich zwei von der Sorte Menschen, die verrückt genug sind, sich ins Tor zu stellen. Und das als Frau. Es lässt sich nicht leugnen, dass ich da durchaus Respekt vor hatte.

Das Training nahm Locker seinen Lauf und die Übungen wurden von den beiden zu meiner Überraschung gar nicht mal so schlecht ausgeführt. Einige typische Bemerkungen, die mir bei den Herren in der Regel nicht unterkommen, fielen jedoch zu meiner Erheiterung auch: „Moment, meine Haare sitzen nicht. Die Hose rutscht....“

Alles in allem war das Training jedoch ordentlich und ich war überrascht davon, wie sie mitzogen. Nach der Trainingseinheit ging ich wie immer zu den Keepern und klatsche sie kurz ab, um mich bei ihnen für die Zusammenarbeit zu bedanken. Dieses Vorhaben ging jedoch etwas in die Hose, denn sie schauten mich zunächst nur an nach dem Motto: „Häh, was willst du denn?“

Anschließend kam die Frage, mit der ich nicht gerechnet hatte: „Und, kommst du wieder, Knolle?“

Von diesem Moment an geriet meine kleine Fußballwelt etwas aus den Fugen. Wie dem auch sei, nach dem Training kam jemand, der das ganze von außen mitverfolgt hatte auf mich zu. Er fragte mich, wie ich die beiden Torhüterinnen einschätzen würde. Darauf sagte ich zu ihm:“Ja ist in Ordnung. Die eine ist grundsolide, aber die andere kann richtig gut werden. Die hat Potenzial.“ Er schien nicht meiner Meinung zu sein und behauptete, aus der einen würde nie etwas werden. Deutlich suggerierte ich ihm, dass ich da komplett anderer Meinung wäre. Heute stimmt diese Person mir jedoch endlich zu.

Aus diesem Gespräch entwickelte sich eine gewisse Eigendynamik, frei nach dem Motto: „Dem werde ich es zeigen“
Zum Ende hin fragte Eckhard, wie es denn aussehen würde und ob ich wiederkommen würde. Ich entgegnete ihm nur: „Na klar…die beiden kriegen wir hin. Das sind gute Keeper.“ Eckhard verabschiedete sich mit „Ok“ und einem Grinsen im Gesicht.

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